Wir sind
gläubige Katholik*innen aus dem Erzbistum Hamburg, die sich zusammengetan haben, um nachdrücklich auf die notwendigen Reformen in der Katholischen Kirche hinzuweisen.
Angefangen haben wir im Mai 2019. Ein Aufruf aus Münster hatte uns wach gerüttelt und so starteten wir mit einer ersten Maiandacht. Über private Verteiler wurde dieser Aufruf verteilt. Und es kamen viele, mehr als 200 Teilnehmer*innen standen im strömenden Regen auf dem Hamburger Domplatz, um an dieser Andacht teilzunehmen.
Maria 2.0 ist eine Graswurzelbewegung
Jede und jeder kann die Sehnsucht nach einer Erneuerung der Kirche sichtbar machen.
Alle Gruppen vor Ort entscheiden eigenständig, in welcher Form und welcher Intensität sie das machen möchten.
Wir sind kein Verband, wir sind keine Organisation mit festen Strukturen. Das erhöht unsere Flexibilität. Niemand muss gefragt werden, jede und jeder entscheidet für sich.
Mit diesen Forderungen ist Maria 2.0 an den Start gegangen:
- kein Amt mehr für diejenigen, die andere geschändet haben an Leib und Seele oder diese Taten geduldet oder vertuscht haben
- die selbstverständliche Überstellung der Täter an weltliche Gerichte und uneingeschränkte Kooperation mit Strafverfolgungsbehörden in Deutschland
- Zugang von Frauen zu allen Ämtern der Kirche
- Aufhebung des Pflichtzölibats
- die kirchliche Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen ausrichten
In unserer Kirche, im Morgen
wird das Wort Jesu nicht nur verkündet sondern auch gelebt.
Wird der Mensch,
jede und jeder so, wie er/sie ist,
geliebt.
Wird getanzt und gelacht und gefeiert.
Wird das Brot geteilt und das Leid.
Wird der Wein geteilt und die Freude.
In dieser Kirche, im Morgen,
siegen Mut und Liebe, Barmherzigkeit und Mitgefühl
über Angst und Machtgier, Ausgrenzung und Selbstmitleid.
In dieser Kirche, im Morgen,
sind
Frau und Mann
Kind und Greis
Homo und Hetero
arm und reich
gebunden und ungebunden
zusammen und allein
willkommen an jedem Ort und willkommen in jeder Berufung.
Willkommen als lebendiger Widerschein von Gottes liebendem Blick.
Andrea Voß-Frick
Die Zeit ist reif!
Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Frauen die Kirche verändern werden.
Mit Teresa von Avila möchte ich rufen: "Ich werfe unserer Zeit vor, dass sie starke und vor allem gute begabte Geister zurückstößt, nur weil es sich dabei um Frauen handelt".
Brigitte Frodermann
Weibliche Apostel
in der Bibel!
"Grüßt Andronikus und JUNIA, die zu meinem Volk gehören und mit mir zusammen im Gefängnis waren; sie ragen heraus unter den Aposteln und haben sich schon vor mir zu Christus bekannt." Römerbrief 16,7
Ab dem 13. Jahrhundert wurde Junia zu Junias gemacht. Damit wurde unkenntlich gemacht, dass es sich um eine Frau handelt. Es reichte nur ein Buchstabe – und schon konnte diese herausragende Frau zum Mann werden.
Ich empfehle euch unsere Schwester Phöbe, die auch Dienerin (Diakonin)* der Gemeinde von Kenchreä ist: Nehmt sie im Namen des Herrn auf, wie es Heilige tun sollen, und steht ihr in jeder Sache bei, in der sie euch braucht, denn für viele war sie ein Beistand, auch für mich selbst.
Römerbrief 16,1-2
*(Zürcher Bibel)
Phöbe – Paulus bezeichnet sie als Diakonin und Vorsteherin der Gemeinde von Kenchreä. Sie hatte also ein hohes Amt inne. Wenn es der Kirche wirklich um Erneuerung geht und sie zukunftsfähig sein will, dann müssen Frauen zu allen Diensten und Ämtern zu gelassen werden !
Segen
Ein weiter Weg liegt vor mir.
Wohin er mich führt?
Gott, denk‘ an deinen Namen,
du „Gott - mit uns“.
Und bleib‘ an meiner Seite.
Gib meinen Schritten neue Kraft.
Und meinem Herzen Mut.
Gib meinem Weg ein festes Ziel.
Und meiner Liebe weiten Raum.
Sei deinem Namen treu,
du „Gott - mit uns“.
Und segne mich
SCHRITT für SCHRITT.